Mit dem Feuerschiff
FEHMARNBELT
in der Werft


Vom 5. bis 17. September 2005 war das Lübecker Museumsfeuerschiff FEHMARNBELT zur Überholung in der Gebrüder-Friedrich-Werft in Kiel-Friedrichsort. Alle 4 Jahre wird das 1908 gebaute Feuerschiff nach den Bestimmungen des Germanischen Lloyd untersucht und nachdem es die
Flender-Werft in Lübeck nicht mehr gibt, erhielt die Friedrichsorter Werft
den Zuschlag für die diesjährigen Arbeiten.

Wir durften die Arbeiten 2 Wochen lang mit der Kamera begleiten.
Dafür sagen
wir ganz herzlichen Dank an die Mannschaft der
FEHMARNBELT für die Gastfreundschaft
- Ihr seid wirklich ein tolles Team.


Die folgende kleine Bildgeschichte soll Euch berichten, was es
während des Werftaufenthaltes alles so zu tun und zu sehen gab
- viel Spaß beim Gucken und Staunen...

 

Mit einem Stop in Heiligenhafen ...
... ging die Fahrt ...
... nach Kiel ...
... genauer gesagt nach Friedrichsort ...
... zur Gebrüder Friedrich Werft.
Diese Seilwinde ...
... läßt den Slipwagen samt Besatzung...
... Stück für Stück ...
...ins Wasser gleiten.
DAS große Schiff soll auf den kleinen Slipwagen passen???
Nachdem die erste Leine drüben ist...
... geht es noch 1 m in Handarbeit vorwärts ...
...und es paßt tatsächlich.
Jetzt noch das Schiff verkeilen...
... und es geht ganz vorsichtig raus aus dem Wasser.
Die einen gucken gespannt runter...
... und die anderen gucken erwartungsvoll rüber.
Fast geschafft...
... kaum zu glauben, aber hieran hängt alles.
Als auch das letzte Wasser ausgelaufen ist...
... wird das Schiff...
... erst einmal...
... von allen Seiten...
... ausgiebig begutachtet.
Boa, ist das riesig.
Die letzten 4 Jahre im Wasser...
...haben ihre Spuren nicht nur am Ruder...
... und an der Schiffsschraube ...
... sondern am ganzen Rumpf hinterlassen.
Schon geht es dem Bewuchs ...
... mit dem Hochdruckreiniger an den Kragen.
Der gröbste Dreck ist abends schon runter...
... und das Schiff macht einen richtig guten "Eindruck" :-)
Die Schraube glänzt zwar wieder,...
... aber sie muß trotzdem zum Wuchten, Richten und Polieren runter.
Die Zinkanoden müssen erneuert werden...
... gut verpackt, damit sie nicht nass werden :-), warten hier schon die neuen ...
... kurz angeschweißt ...
... - fertig!
Richtig toll, das Schiff auch mal im Ganzen zu sehen.
Von der Straße aus...
... sieht es allerdings so aus...
... als hätte jemand das Feuerschiff...
... etwas "kurzentschlossen" geparkt.
Müßte das Verkehrszeichen nicht eigentlich "Achtung kreuzende Feuerschiffe" zeigen :-)
Nachdem die Wandstärke erschallt und für gute befunden wurde...
... beginnt das Ausflecken der Farbe.
Wann hat man schon mal Gelegenheit, in Ruhe die Kette auszulegen...
... und die Anker neu zu streichen?
Gemeinsam geht alles viel leichter...
...und so gibt es schnell einen neuen Bodenbelag...
... - ein tolles Team!
Zunächst waren nur Dinge, wie z.B. die Erneuerung dieses Ventils geplant,...
... aber nachdem das Lager erneuert wurde,...
... kam dann gleich als nächstes...
... auch noch die Welle dran.
Was für eine Arbeit...
... das sperrige ...
... und schwere Ding...
... aus dem Schiff...
... zu hieven.
Dann ab auf die Drehbank...
... bis sie wieder glänzt. Und dann das Ganze noch einmal retour.
Jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken - z. B. neue Klappen...
... oder selbst gebasteltes Werkzeug zum Abdecken der Bullaugen...
... denn die Lackierer sind schon dabei die erste Schicht aufzutragen.
Wann sieht man schon mal einen Seekasten...
... von innen???
Bei strahlendem Sonnenschein...
... bekommt das Schiff nun seinen neuen Überwasseranstrich.
Das Tageswerk kann sich sehen lassen.
Besser als Fernsehen - war unser abendlicher Ausblick auf den Neubau in der Nachbarwerft...
... und einen, der es nicht bis in die Werft geschafft hat :-)
Am nächsten Tag wird die...
... auf Hochglanz polierte Schraube...
... wieder montiert...
... zusammen mit dem verlängerten Ruder sollten die Fahreigenschaften jetzt optimal sein.
Fleißige Hände machen vor der Abfahrt...
... innen im Schiff...
... und außen...
... noch gründlich klar Schiff,...
... bis die Werftarbeiter die Gangway wegnehmen...
... und das Schiff...
... langsam...
... Stück...
... für Stück...
... für Stück...
... für Stück...
... auf dem Slipwagen...
... zurück ins Wasser rollt.
Jetzt muß sich zeigen, ob alles dicht ist...
... das heißt warten...
... und lockt heimliche Beobachter an...
... bis das strahlende Lächeln des Kapitäns Abschiednehmen bedeutet...
... und es mit 8,5 Knoten nach Hause geht...
... tschüss FEHMARNBELT!


Und jetzt noch ein paar Vorher-Nachher-Bilder:


VORHER
NACHHER