Ja,
wie kommt ein Rheinländer dazu, die Elbe 1 zu bauen? Das Schiff kenne
ich seit vielen Jahren, als es noch draußen lag. Da bin schon mit
meinen Eltern nach Helgoland gefahren. Ich komme schon seit ca 50
Jahren nach Cuxhaven, früher immer ins Hotel Neue Liebe, somit besteht
eine feste Verbindung dahin und der Familie Rehder-Brickwedel. 1988,
als ich dann mit eigener Familie wieder nach Cuxhaven kam, lag die
Elbe 1 am Tonnenhof und ich habe sie dort fotografiert. Eines meiner
Hobbies ist halt der Modellbau. Nachdem ich die Hanseatic erfolgreich
gebaut und im Hotel neue Liebe ausgestellt hatte baute ich dann die
Elbe 1. Ich baue grundsätzlich nur nach Plan. Das ganze Projekt dauerte
4 Winter (im Sommer wird nicht gebaut). Weitere Infos dazu findest
Du unter www.seehotel-neue-liebe.de
Dort gibt es einen schönen Zeitungsbericht:
Klaus
Drobigs naturgetreues Modell des Feuerschiffs ELBE 1
ging im Seehotel Neue Liebe in Cuxhaven vor Anker
Noch
einmal lässt Klaus Drobig mit Ehefrau Gisela den Blick in Richtung
Kugelbake schweifen, dann heißt es wieder einmal Abschied nehmen von
der geliebten Küste. Doch ein (gutes) Stück von ihm wird für immer
hier bleiben: Das Feuerschiff "Elbe 1" im Maßstab 1:50.
Im Seehotel Neue Liebe wird das aus Holz gefertigte Modell seinen
festen Platz finden - und das ist nicht verwunderlich. Schon 30 Jahre
lang macht Klaus Drobig aus Bonn-Rheinbach Urlaub in Cuxhaven, mit
Hotel-Inhaber Hans-Peter Brickwedel verbindet ihn nach all den Jahren
als Gast eine freundschaftliche Beziehung. Nachdem bereits die Hanseatic
im Seehotel Neue Liebe am Döser Seedeich "ihren Ankerplatz fand" und
heute den Bibliothek-TV-Raum ziert, hat Drobig jetzt den einst "schwimmende
Leuchtturm" in Gegenwart von Hermann Lohse, des Vorsitzenden des Feuerschiffvereins
Elbe 1, als naturgetreues Modell überreicht. Langjährige Bastelei
"Vier Winter lang hat die Fertigung gedauert", so Bastler Drobig,
die Stunden kann er nicht mehr Zählen. Frau Gisela sieht den "ehelichen
Zeitentzug" locker: "so ist er wenigstens meist zu Hause. Wenn Klaus
im Keller werkelt, kann ich in Ruhe ein gutes Buch lesen." Und diesmal
war der Aufwand noch größer im Vergleich zur Hanseatic. Denn Filigranarbeit
mit unzähligen Lötarbeiten war neben handwerklichem Geschick gefragt.
Seebär Hermann Lohse zeigt sich begeistert: "Optimal gelungen! Ich
hätte für diese Tüftelei keine Ruhe, so ein Fummelkram wäre nichts
für mich" und auch Hotelier Hans-Peter Brickwedel freut sich riesig:
Schon vor dem vier Meter langen Hanseatic-Modell standen staunend
meine Gäste, doch dieses Feuerschiff ist in seiner Liebe zum Detail
einzigartig." Die Pläne für das nächste Vorhaben hat der 59-jährige
Autoverkäufer bereits in der Schublade: die "Wappen von Hamburg".
Auch beim Bau des aus dem Helgoland-Verkehr gezogenen Traditionsschiffes
wird Klaus Drobig wieder sein eigener Ingenieur, Schreiner, Maler
und Mechaniker sein.
Cuxhavener
Nachrichten 22.05.2007