Buddelschiff
Feuerschiff LV 13
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Das Schiff wurde 1952 auf der Werft Philips & Sons in Dartmouth als "Light Vessel 13" im Auftrag der englischen Schifffahrtsbehörde "Trinity House" für 1.200.000 Englische Pfund gebaut. Es gab 36 baugleiche Schwesterschiffe. Zuletzt lag LV 13 in der Humber-Mündung, wurde im März 1983 eingezogen und durch eine Großtonne ersetzt. Der jetzige Eigner, Kapitän Wulf Hoffmann, kaufte das antriebslose Schiff 1991 für 30.000 Pfund und schleppte es mit seinem Kümo "Gertje" von Harwich nach Hamburg, wo es aufwändig und mit viel Liebe für sein zweites Leben als Gastronomie- und Hotelschiff hergerichtet wurde. Kleinkunst- und Jazzfreunde treffen sich dort regelmäßig. Mich
interessierte aber mehr der Originalzustand des Schiffes vor dem Umbau.
Entsprechende Pläne waren ja vorhanden. Die technischen Daten sind:
Über
den Bau des Rumpfes ist nur zu sagen, dass er - bedingt durch den Flaschenhals
mit 29 mm Durchmesser - aus acht Einzelstücken besteht, die mit Zapfen
und Löchern zusammengesetzt wurden und sicherheitshalber mit zwei Schrauben
zusammengehalten werden mussten. Da der Weg zu den Schrauben von oben
durch das Glas versperrt war, erfand ich einen Winkelschraubendreher
mit Kettenantrieb. Auch der Ständer in der Flasche wurde dort aus mehreren
Teilen montiert. Ein
Problem gab es zu bedenken: Mein Vertrauen in die Technik ist groß,
aber nicht unbegrenzt. Wenn irgendwann das Blinklämpchen seinen Dienst
quittiert, muss der ganze Leuchtturm zur Reparatur aus der Flasche herausgenommen
werden können. Es funktioniert. Die Batterien und der Ein/Aus-Schalter
befinden sich im Kupferrohr des Flaschenständers. Die Flasche kann senkrecht
problemlos vom Ständer abgehoben werden, die Stromdurchführung nach
oben zur Blinklampe bleibt am Ständer. Die
"Möblierung" der Decks mit Steuerstand, Masten, Rettungsbooten mit Davids,
Niedergang, Ankern mit Ketten und Winsch, Hubschrauber und was sonst
noch alles dazu gehört, war dann Buddelschifferroutine: Am Heck beginnen
und alles streng nach Plan mit langen, überwiegend selbstgebauten Werkzeugen
an den vorgesehenen Platz setzen. Nach
dem "Einbuddeln" kam dann mit etwas Herzklopfen der Funktionstest: Dieter Wendt
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