Feuerschiff
ELBE 3

1909-1927 Eiderlotsgaliot IV
ab 1927 Bürgermeister Abendroth II

- aktives Feuerschiff von 1909 bis 1966-

 

 

Schiffsdaten

Länge über alles: 44 m
Länge: 34 m
Breite: 7 m
Tiefgang: 2,70 m
Seitenhöhe: 4 m
Verdrängung: ca. 220 BRT

Bauwerft: Eiderwerft AG, Tönning

Baujahr: 1909
Bau-Nr.: 89
Kosten: 300.000,- Reichsmark
 
Lichtquelle: Drehlinsenoptik
Aufhängung: kardanisch

Maschine: kein eigener Antrieb

Position als "Elbe 3": 53°57' Nord und 8°37' Ost

Besatzung: 16 Mann

Geschichte

1909-1914


Innere Eiderstation
Position: 54°15' Nord, 8°35' Ost,
gleichzeitig schwimmende Lotsenversetzstation

1914-1918 Kriegseinsatz als Sperrfeuerschiff bei Minenfeldern in der Nordsee
1919-1926 Nach dem Krieg Modernisierung der Feueranlage und des Nebelsignals und Einbau einer Funkanlage, innere Eiderstation
05.05.1927 Umbenennung in "Bürgermeister Abendroth II", nach einem Hamburger Kommunalpolitiker, der sich für das Wohl der Feuerschiffsbesatzungen eingesetzt hat
1927-1939 Reserve-FS für die Stationen Elbe 2, 3 und 4
1940-1942 Kriegsmarine, zeitweilig zum Zweimaster umgetakelt als Wachschiff in der Ostsee auf dem Zwangsweg rot Pos. 5
1942 Sperrwachschiff 25 im Verband der Küstenschutzflottille D-Westliche Ostsee
1943 Bezeichnung geändert in 125 DWO
1944 Wachschiff 4 in der 1. Sicherungsflottille Kiel. Während des Einsatzes bei der Kriegsmarine wurde der Fockmast ausgebaut.
06.11.1945
erstmaliges Auslegen als Stamm-FS auf Station "Elbe 3" am Ort der eingezogenen Leucht-Glockentonne K
17.10.1966


Außerdienststellung nach 57 Dienstjahren

1967 until 2005




Seit 1967 liegt die "Elbe 3" als Museumsfeuerschiff im Außengelände des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven. Von außen kann es jederzeit besichtigt werden, von innen (Kombüse, Messe und Kammern wurden hergerichtet) nur während der Saison.

 

12/2005 bis 2009



Im Zuge der Restaurierung sollen auch die vorhandenen Räumlichkeiten umgestaltet und so ausgebaut werden, dass das Feuerschiff als Veranstaltungsort für kleinere Events oder auch Pressekonferenzen, dienen kann. Für die Überholung musste sie ihren angestammten Liegeplatz verlassen und wurde an die Pier vor der Seuten Deern verholt. Die vielen Arbeiten an Deck machen zum Teil die Hilfe eines Krans notwendig - und der braucht Raum zum Manövrieren. Unter anderem müssen nicht nur die Davits und Windhutzen abgebaut, die Aufbauten mit einem frischen Farbanstrich und das Deck mit einem neuen Holzbelag versehen werden. Auch die große Ankerwinde steht zur Demontage an. Eine Aktion, die allein mit den Mitteln des DSM nicht mehr geleistet werden kann. Deshalb muss die Institution bei diesem Projekt auf die tatkräftige Unterstützung der Motorenwerke Bremerhaven AG zurückgreifen. Denn auch innerhalb der Aufbauten und unter Deck steht einiges an. Messe, Pantry und Kabinen der Besatzung müssen Instand gesetzt, ausgebessert und renoviert werden. Um die Räumlichkeiten auch für kleinere Veranstaltungen nutzen zu können, muss zudem ein Notausgang geschaffen werden. Um die Arbeiten unabhängig von der Witterung durchführen zu können, wird die Elbe 3 zudem mit einer Planenkonstruktion verhüllt, und so zunächst den Blicken der Betrachter entzogen werden. Ein Ende ist vorerst noch nicht abzusehen, doch eines steht fest: Ist die Sanierung abgeschlossen, wird das einstige Feuerschiff erneut in vollem Glanz erstrahlen!

(Pressenachricht DSM Januar 2006)

12.09.2009


Der 100. Geburtstag der ELBE 3 wird am Sonnabend, 12. September 2009, gefeiert. Im Foyer des Deutschen Schifffahrtmuseums in Bremerhaven richtet die Deutsche Post ein Sonderpostamt mit Sonderstempel der ELBE 3 ein. Von 11 bis 18 Uhr erzählt der DSM-Historiker Dr. Dirk Peters mehr über die Geschichte der „Elbe 3“ und über Feuerschiffe allgemein.