"Lepsorev"

1856 - 1857

 

Position: 62°35'02" Nord - 06°14'05" Ost

Schiffsdaten

Länge:

Länge z.d.L.:

Breite:

Seitenhöhe:

Tiefgang:

Verdrängung: 10 1/2 Kommerzlasten

Feuerhöhe: 7,5 m

Reichweite: 4 nautische Meilen

 

Geschichte:

Die Leuchtfeuerkommission die sich im Jahre 1851 mit Lepsøyrev befaßte, schrieb unter anderem, daß sich das Riff quer durch das Fahrwasser erstrecke und eine Art Schlagbaum in der Fahrrinne bilde, welches nur über eine schmale und flache Durchfahrt verfüge. Das Seehandbuch warnte Fahrzeuge mit einem Tiefgang von mehr als 16 Fuß (ca. 5 m) vor einem Passieren der Durchfahrt. Hier sorgten Markierungstonnen bei Tage für die Wegweisung. Aber, so die Kommission weiter, "ogsaa for Mørket skulde et Kjendetegn være særdeles ønskeligt, fornemmelig for at kunne ankre op for Revet, og Commissionen maa derfor underdanigst foreslaae et Fyrskib lagt paa den Side af Renden, som vender mod Fastlandet" ("es wäre auch für die Dunkelheit eine Kennzeichnung sehr wünschenswert, insbesondere um vor dem Riff ankern zu können, so daß die Kommision ehrerbietigst vorschlägt, ein Feuerschiff auf der dem Festland zugewandten Seite der Fahrrinne auszulegen").

Aber für das Leuchtfeuerwesen in Norwegen waren Feuerschiffe neu und unbekannt. Um möglicherweise neue Erfahrungen zu sammeln, wurde eine Sloop, die Enigheden, aufgekauft - vermessen mit 10,5 commercelester
(ca. 27 m³).

Da diese auch nach dem Kauf immer noch im Frachtverkehr entlang der Küste eingesetzt war, dauerte es lange, bis sie in Ålesund eintraf. Außerdem mußte sie umgebaut werden. Mast und Segel wurden entfernt, und durch einen neuen Mast mit Heißeinrichtung ersetzt, so daß man das Leuchtfeuer emporziehen konnte. Darüber hinaus mußte sie mit neuen und schwereren Ankern und kräftigen Ketten ausgerüstet werden, und es bedurfte neuer Segel, damit das Schiff den Ankerplatz erreichen und ihn verlassen konnte. Das Leuchtfeuer selbst bestand aus Eisen und Messing, mit sechs Scheiben sowie einem Feuerapparat mit Öllampe und Sideralspiegel. Als Besatzung waren ein Leuchtfeuerwärter, ein Matrose und ein Decksmann vorgesehen.

Dieses erste Feuerschiff Norwegens wurde am 5. Dezember 1856 in Betrieb genommen.

Doch das Glück war der Enigheden nicht treu: Nach nur einem Dienstmonat verstarb der Leuchtfeuerwärter und in einem Nordweststurm am 11. März 1857 - noch bevor der Nachfolger seine Stelle angetreten hatte - riß sich das Feuerschiff aus der Verankerung los und trieb bei Gamlemhaug an Land, knapp 400 m von seiner Position entfernt. Der Rumpf erlitt schwere Schäden, das Feuerschiff wurde aus dem Verkehr gezogen und das Wrack auf einer Auktion für 13,5 Speziestaler verkauft wurde.

 

 

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