Rettungsaktion
ligthship "Comet"
auf Station "Daunt Rock"


7. Februar 1936
 
Anfang Februar 1936 tobten schwere Stürme vor der irischen Küste. Bei einem Wirbelsturm wurde am 07.02.1936 das Feuerschiff "Daunt Rock", seinerzeit die "Comet" aus der Verankerung gerissen. Das Feuerschiff markierte vor Cork ein gefährliches Riff auf einer vielbefahrenen Schifffahrtsstrasse.

Die Männer an Bord konnten jedoch das Rettungsboot von Ballycotton zur Hilfe rufen. Unter Führung des Bootsmann Pat Shiney läuft das 60 PS starke, mit Zwillings-Propellern ausgestattete, offene Rettungsboot "Mary Stanford" zu einer einmaligen Hilfsaktion aus.

Die Rettungsboot-Mannschaft musste sich an der Reling festbinden, um nicht über Bord gespült zu werden. Erst nach langem Suchen wird das vertriebene Feuerschiff gefunden und an seiner Seite geblieben. Als die Situation immer gefährlicher wurde, beschloss man, die Feuerschiff-Besatzung in das Rettungsboot zu übernehmen. Nach sechs Versuchen und einigen vergeblichen Anläufen schaffte man es schließlich, die 9-köpfige Besatzung zu übernehmen und die sichere Küste anzusteuern.

Die Männer der "Mary Stanford" waren bei dieser Rettungsaktion 76 Stunden ununterbrochen im Einsatz, 49 Stunden davon in der tosenden See. Die Besatzung erhielt für diese Rettungstat hohe Auszeichnungen. Die 1904 bei J. Reid in Glasgow gebaute "Comet" wird später geborgen und noch bis 1965 als Feuerschiff eingesetzt.

Der Maler Gribble hielt diese Rettungsaktion auch in einem Bild fest. Dieses ist als Motiv auf einer irischen Sonderbriefmarke abgebildet, die 1974 aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens der Irischen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger herausgegeben wurde.